Fraunhofer: Weitere Verdichtung der Forschungsinfrastruktur

„Forschung macht aus Zukunft Gegenwart“. Das sagte Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel anlässlich eines Besuches im Fraunhofer Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP). Das vom Wirtschaftsministerium geförderte IZFP-Dienstleistungszentrum habe sich inzwischen als Ansprechpartner für den saarländischen Mittelstand etabliert. „Hier werden nicht nur Möglichkeiten zur Verbesserung der Produktqualität und Prozessüberwachung erarbeitet, sondern auch neue Verfahren und Messtechniken auf den Prüfstand gestellt“, zeigte sich Minister Rippel beeindruckt insbesondere von der Art und Weise, wie Spitzenforschung ohne Umwege in Problemlösungen für den Alltag übersetzt wird.

 

Fraunhofer: Weitere Verdichtung der Forschungsinfrastruktur

Das Gewicht der technologieorientierten Arbeitsplätze nimmt deutlich zu. So gibt es derzeit im Saarland mehr als 60.000 Stellen im Hightech-Bereich. Bezogen auf die Gesamtbeschäftigung bedeutet das Platz 5 im Ranking der Bundesländer und damit eine Verbesserung um fünf Plätze im Vergleich zu 1995. „Dies ist ein wichtiger Indikator für den Strukturwandel, den das Saarland erfolgreich durchläuft. Dem Forschungsbereich und dem Technologietransfer kommt dabei eine besondere Rolle zu“, so Minister Rippel weiter. Es sei deshalb eine gute Entwicklung, dass auch die Zusammenarbeit zwischen den beiden FhG-Töchtern intensiviert werden soll, da damit wieder Verbundwirkungen möglich sind, die letztlich auch dem Standort Saarland zu Gute kommen.

Rippel appellierte dafür, den Innovationsgedanken noch viel stärker als bisher in die Landschaft der kleinen und mittleren Unternehmen hineinzutragen: „Das Saarland tritt deshalb auf Bundesebene dafür ein, dass zur Erhöhung der FuE-Aktivitäten des Mittelstandes auch eine steuerliche FuE-Förderung in Betracht gezogen wird. Dadurch lässt sich insbesondere das Segment der forschenden kleineren und mittleren Unternehmen besser erschließen.“ Vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren durch die höhere Transparenz von steuerlichen FuE-Anreizen. Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass steuerliche Anreize positive Hebeleffekte für die FuE-Tätigkeit haben. „Wenn wir in Deutschland den Wohlstand auf Dauer sichern wollen, müssen wir auch bereit sein, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Ich sehe gerade die Verdichtung unserer Forschungsinfrastruktur, an der die Fraunhofer-Gesellschaft offensiv mitwirkt als einen wichtigen Faktor für den Innovationsstandort Saarland und den Strukturwandel. Der Auf- und Ausbau wissensbasierter und wirtschaftsorientierter FuE-Kapazitäten im Saarland bleibt deshalb ein wesentlicher Schwerpunkt der Landesregierung und dementsprechend auch im Rahmen der Strukturförderung mit europäischen Mitteln“, so Minister Rippel abschließend.