Die deutsche Wirtschaft ist im internationalen Vergleich stark industriell geprägt. Der Anteil des produzierenden Gewerbes an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung liegt weit vor Ländern wie Japan, England und Frankreich. Seit Mitte der 90er Jahre hat die deutsche Industrie sogar erheblich an Boden wieder gut gemacht und konnte erstmals seit Jahren wieder an Beschäftigung zulegen. Ohne industriellen Kern wird Deutschland auch in Zukunft den notwendigen Strukturwandel nicht bewältigen. Dabei wird es entscheidend auf Forschung und Innovationen ankommen und damit auf die Bereitschaft zu Veränderung. Mitten in einer globalen Weltwirtschaftskrise steht Deutschland vor der Frage: Fällt es in seine frühere Unbeweglichkeit zurück oder gelingt es, an Reformerfolge wie die Agenda 2010 anzuknüpfen und damit einen Wachstumspfad einzuschlagen? Wie kann die deutsche Wirtschaft insgesamt von den globalen Trends wie Globalisierung, demografischer Wandel, Urbanisierung, Ressourcenknappheit, Klimawandel, technologischer Fortschritt und Wissensgesellschaft profitieren?
Das vielbeschworene „Ende der Industriegesellschaft“ bleibt aus. Viel spricht für eine Renaissance der deutschen Industrie.
Dr. Daniel Dettling, Allianzmitglied und Vorsitzender des thinktanks berlinpolis

“Reformerfolge wie die Agenda 2010″ - na, das ist doch mal ein Wort!
Die Agenda 2010 wurd wohl auch deshalb zum Erfolg, weil sie von Regierung und Opposition mehrheitlich Unterstützung fand. Dieses abgestimmte Vorgehen vermisst man jedoch aktuell in der Berliner Politik - selbst innerhalb der Parteien.
Da kann ein kleines Saarland mit der schnellen Umsetzung des Konjunkturpaketes gut glänzen.